Teil 2 - eine unendliche Geschichte
Hallo ihr lieben Federlosen und gefiederten Freunde!Ich hoffe ihr habt ein gemütliches Plätzchen, denn ich habe euch jede Menge zu erzählen. Am besten ihr holt euch noch ein Schälchen mit Kolbenhirse, das ist gut für eure Nerven.
Das letzte Mal habe ich euch erzählt, wie das bei mir so angefangen hat mit den dummen weißen Eiern. Aber das was jetzt kommt, da muss ich fast schon selber mit meinem Köpfchen schütteln.
Nach dem ganzen letzten Schlamassel konnte ich mich wieder beruhigen, aber es kam die Zeit, da wurde ich wieder zickig.
Ich war ziemlich gemein zu meinen Kumpels. Nur dieses Mal waren die Federlosen zu meinem Erstaunen sehr ruhig.
Sie heckten irgendwas aus - und nun ratet mal was?
Sie erfanden einen Pebbels-Plan.
Jetzt weiß ich auch, warum mich die beiden das letzte Mal so genau beobachtet haben. Ich werde mich in Zukunft einfach besser verstecken!
Die beiden Federlosen gingen in den Keller und sie brachten etwas mit, das mir noch in Erinnerung blieb als mein erstes Kinderzimmer, das ich mit Bambam ein halbes Jahr bewohnte. Und ich hab mich sofort draufgestürzt, um es zu begutachten, ob auch noch alles dran war.
Aber mein Kinderzimmer sah schon etwas merkwürdig aus.
Darin war kein Spielzeug mehr wie ich es kannte und es war auch sonst sehr spärlich eingerichtet. Und das allerschlimmste, dort drinnen waren lauter rote Dinge. Eine rote Schachtel, mit rotem Papier drin...
Hiiiilfeeeeee! Ich hasse rot, ich hasse es wirklich, ich kann nichts dafür, aber ich mag es einfach nicht!
Und was machen die Federlosen? Die erwarten jetzt wirklich von mir, dass ich da zum sielen reingehe?
Oh nein, nicht mit mir!
Doch es kam der Tag an dem es in meinem Bauch wieder zum Ziepen anfing und ich mir schon selber dachte, oh nein, nicht schon wieder ein Ei.
Die Federlosen haben mich und Bambam in dieses Gruselzimmer gesperrt und haben uns beobachtet.
Doch wir beide fanden das dann doch ganz witzig...so ein kleines Zimmer, ganz für uns alleine, wenn nur diese blöden roten Sachen nicht gewesen wären.
Und es kam das erste Ei, das zweite Ei, das dritte Ei, das vierte, fünfte und sechste Ei. Ich habe mich echt überwinden müssen zwei von diesen weißen Teilen in die rote Schachtel zu legen. Darauf herumsitzen wollte ich auf keinen Fall und in der roten Schachtel erst recht nicht.
Wir bettelten die Federlosen an, dass sie uns wieder rauslassen, was sie dann auch getan haben. Wir konnten wieder mit den anderen spielen und Unsinn machen. Und soll ich euch was verraten? Mir gings noch nie besser!
Ich weiß nicht mehr genau wann das war, aber wir haben auf dem Schrank einen wundervollen Spielplatz bekommen und ich konnte einfach nicht anders und musste mich unter das Papier graben, alle meine Kumpels verscheuchen etc., nur mein Bambam durfte bei mir bleiben.
Ihr könnt euch natürlich jetzt denken was passiert ist. Die Federlosen haben den Spielplatz von dem Schrank runter und in unser großes Spiel und Schlafzimmer gestellt!
Sie dachten wohl, ich würde dann das Meerschweinchen-Quieken und auch das umgraben dort aufhören - womit sie dann auch recht hatten. Ich konnte wieder ganz brav sein.
Einige Zeit später war mir elendig zumute. Ich saß nur mal hier und mal dort. Ich musste immer pressen, so als müsste ich Kacka machen, aber es kam nichts dabei raus. Das hat mich sehr angestrengt, wollte nur noch schlafen.
Das dauerte drei Tage und ich konnte nichts mehr tun, als mich an meine Federlose schmusen, was ich nur mache, wenn es mir wirklich nicht gut geht. Sie ist mit mir dann auf der Schulter spazieren gegangen und hat mich gestreichelt und zu mir gesagt, dass sie mit mit zum Onkel Federlosen fährt.
Oh, dachte ich mir, das war der, bei dem wir schon mal waren, gell?
Aber eigentlich war mir das egal, ich hatte fürchterliche Bauchschmerzen und Kacka konnte ich auch keins mehr machen. So ein Mist aber auch.
Am nächsten Tag wurde ich von meinem geliebten Christian eingefangen und in so ein kleines Transport-Dings gesteckt. Nach der langen Fahrt war ich völlig fertig, obwohl der Onkel ja ganz nett war. Er hat mir nicht weh getan und sich lange mit mir unterhalten. Was ich nur sehr merkwürdig fand, er steckte mir ein Spielzeug in den Popo... (ein Wattestäbchen) *kopfschüttel
Als wir dann wieder zuhause waren, wollte ich nur noch meine Ruhe haben und schlafen.
Die Federlose meinte, ich hätte Legenot gehabt.
Und nach drei Tagen, oh Wunder, ist endlich dieses dumme Ei aus mir gerutscht. Und am nächsten Tag gleich noch eins und wieder ein Tag später gleich ein drittes. Ich hatte den Schnabel gestrichen voll von der Eierei, das könnt ihr mir glauben!
Ich bekam nur noch trockenes Wellensittichfutter zu essen und zerkrümelte Eischalen darunter und lauter so Zeug, naja, wenn`s hilft!
Und dann musste ich wieder den Boden umgraben. Meerschweinchen spielen (wie sehen die denn eigentlich aus?) und mich zickig benehmen. Dieses Eierspielchen fand ich nicht mehr lustig, Ihr doch auch nicht, oder?
Es kam wieder ein Ei und ich bekam doch tatsächlich eine Schachtel mit einem Loch vorne drin, da wars schön gemütlich, ohne rote Sachen und ich fühlte mich sehr wohl darin. Wir durften auch wieder bei den anderen einziehen, mussten nur versprechen, artig zu sein. Das sind wir doch immer! *pfeif
Da kamen dann auch wieder sechs Eier aus mir heraus und ich blieb einfach darauf sitzen. Hmm naja die Federlosen wollten immer gucken, ob ich schon ein neues Ei gelegt habe und ich musste sie dann ganz fest verscheuchen und beißen.
(Wir haben das Gelege durch Plastikeier getauscht)
Ich muss euch sagen, ich saß mit Bambam abwechselnd eine Ewigkeit in dieser Schachtel, irgendwann hatte ich keine Lust mehr und zeigte das den Federlosen, die mir die Schachtel dann weggenommen haben.
Puh...aber nach kurzer Zeit bekam ich schon wieder Bauchziepen, ich dachte ich dreh durch.
Kann mir mal bitte jemand erklären, wie ich das wieder abstellen kann?
Ich habe dann nochmal sechs von diesen Eiern produziert, die mir die Federlosen wegnahmen, denn noch mal drauf sitzen wollte ich nicht. Ich habe sie einfach vom Ast plumpsen lassen, das war mir wurscht, obwohl ich wieder eine Schachtel bekam.
Kurze Zeit später fing dasselbe Spielchen wieder von vorne an. Diesmal bekam ich aber Besuch von einem ganz netten Herrn von einem Amt, das die Federlosen brauchen, damit ich Kinderchen bekommen darf. Seit wann muss da einer kommen und mir das Kinder kriegen erlauben? Wo soll das nur hinführen....
Jetzt wurde alles anders. Ich bekam ein noch viel größeres Schlafzimmer für mich und Bambam alleine. Mit einem Holzkästchen drin. Uiiiii....war das schön dunkel dort!
Und ich produzierte wieder einmal, na ratet mal, sechs Eierchen.
Aus vier von diesen Dingern kamen doch tatsächlich nach 18 Tagen vier kleine Babys heraus!
Dazu erzähle ich euch aber das nächste Mal mehr.
Aber auch jetzt konnte ich das Eierlegen nicht sein lassen. Ich musste zweimal meine Kinder bitten, zur Seite zu rutschen, damit ich meine nächsten Eier unterbringen konnte. Die Federlosen waren aber so dreist und haben sie einfach weggenommen und mich geschimpft, ich soll doch erstmal meine Kinder groß bekommen. "Heul", das mache ich ja auch und ich freue mich riesig darüber, aber ich kann doch garnichts dafür!
Ich musste noch einmal sechs Eier legen und da wurde es den Federlosen zu bunt. Die Federlosen haben mit dem lieben Onkel gesprochen und der sagte was von einer Hormontherapie... Oh mein Gott, was soll denn das schon wieder sein, die Pille für Nymphies? .....naja... wenns hilft!
Und seit ich das mit der Pille weiß, habe ich kein neues Ei mehr gelegt!
Im Jahr 2007 habe ich folgendes hinter mich gebracht:
1. Gelege = 6 Eier
wollte nicht brüten, wegen der dummen roten Schachtel
2. Gelege = 3 Eier
inklusive Legenot
3. Gelege = 6 Eier
auf Plastik gebrütet
4. Gelege = 6 Eier
hätte wieder auf Plastik brüten dürfen, wollte ich aber nicht
5. Gelege = 6 Eier
inklusive 4 Küken
6. Gelege = 6 Eier
inklusive Androhung einer Hormontherapie
macht insgesamt 33 Eier und die Augenringe gabs umsonst dazu!
Ich hoffe, ich habe euch nicht allzulange aufgehalten, aber das musste ich nun einfach mal loswerden.
Dankeschön fürs zuhören und bis zum nächsten Mal!
Alles Liebe
Eure Pebbels
