Pebbels und ihre Geschichte vom Eierlegen Teil 3 "Die Zuchtgenehmigung und der Nachwuchs"
Hallo ihr lieben Federlosen und gefiederten Freunde!Habt ihr mich schon vermisst? Na das hoffe ich wohl, denn ich habe noch einen Teil meiner Geschichte für euch. Wenn ihr Zeit und Lust habt, holt euch was zu knabbern und macht es euch gemütlich - es könnte länger dauern! 

Alles begann so richtig am 27. September 2007 mit der Zuchtgenehmigung, als der große Federlose kam, um nach mir und Bambam zu gucken. Er hat unseren Federlosen erlaubt, dass ich Kinder bekommen darf - wozu das auch immer gut sein soll, aber es ist wohl wichtig, weil Nymphies eine Krankheit bekommen können, die für die Federlosen auch gefährlich werden kann. Und das wollen wir natürlich nicht.
Diese Krankheit heißt Psittakose oder Papageienkrankheit oder so was, genau konnte ich das nicht belauschen, denn ich war mit diesen dummen Eiern beschäftigt! Ausserdem brauchen meine Kinder Ringe an den Beinchen und die bekommen die Federlosen nur, wenn sie dieses Blatt Papier mit der Genehmigung vorzeigen können.
Bambam und ich bekamen ein super schönes, wunderbar eingerichtetes neues kleines Schlafzimmer mit einem kleinen Häuschen drin.
Dort lagen schon drei Eierchen von mir drin und wir wechselten uns immer schön brav ab mit dem Wärmen.
Die Federlosen haben meinen Ehe-Hahn immer mit in die Küche genommen, um ihn zu füttern, denn der Arme Kerl, hat vor lauter Eierwärmerei das Essen ganz vergessen *tztz
Und wie es so kommen musste, so schön wie es auch in unserem Kästchen war, in meinem Bäuchlein tat sich schon wieder was. Und was dann kam, könnt ihr euch denken: Eier, Eier und nochmals Eier, nur dieses Mal war alles anders.
Die Federlosen haben uns beiden diese Eierchen nicht weggenommen oder uns so dummes rotes Zeug reingelegt, nein sie haben uns sogar ermuntert schön auf den Eiern zu sitzen und sie zu wärmen.
Verstanden haben wir das nicht wirklich, aber gefreut haben wir uns sehr!
Wir haben dann ausgemacht, dass ich in der Nacht auf den Eiern sitze und Bambam unter Tags. Damit jeder von uns auch eine Pause zum Futtern und Schlafen bekommen kann.
Das hat Prima geklappt!
Am 18.09.07 hat die Federlose was ganz komisches gemacht und ich muss gestehen, wir beide haben sie gezwickt und gebissen was das Zeug hält. Wollt ihr wissen, was sie gemacht hat?
Sie hat alles dunkel gemacht, dann in unser Häuschen gelangt und mit ihrer Hand unsere ganzen Eierchen rausgenommen - SCHOCK! Das durften wir auf keinen Fall zulassen und wir verteidigten was nur ging. Aber die Federlose hat ruhig mit uns geredet und währenddessen hat sie mit so einem leuchtenden Dings unsere Eierchen angeleuchtet.
Plötzlich hat sie gelacht und losgeschrien.....
Kurz drauf bekamen wir unsere Eierchen wieder und wir haben uns gleich zu zweit drauf gesetzt, damit sowas nicht noch einmal passieren kann.
Die Federlose war aber ganz lieb zu uns und meinte, wir kriegen Babys!!!
Mindestens drei meinte sie und ich bekam ein ganz warmes Gefühl in meinem Bauch.
Unter unseren Gaunerpopos lagen jetzt 18 Tage lang - 6 von diesen weißen Eiern.
Am 02.10.2007 ist dann ein kleines Wunder geschehen. Die Schale knackte auf einmal und Bambam und ich haben uns angesehen, weil wir dachten, wir hätten es kaputt gemacht. Dem war aber nicht so, denn aus dem Ei kam unser erstes Kind!
Unser erstes Küken war geschlüpft - Hurraaaa!
Mein Bambam hatte noch die Hälfte der Eierschale am Bauch kleben und war stolz wie Oskar, wie die Federlosen immer sagen.
Die Federlose kam und guckte nach uns und auch sie freute sich sehr mit uns.
Das erste Kind bekam den Namen "Little Hope" und wurde von Anfang an von uns Eltern versorgt. Wir fütterten es abwechselnd und wärmten es oft auch zu zweit.
Am 03.10.2007 geschah dasselbe noch einmal. Es knackte die Schale und unser zweites Kind war geschlüpft!
Auch das zweite wurde gewärmt und gefüttert. Ich dachte gar nicht im Traum daran, dass ich jemals in meinem Leben so kleine Kinder bekommen würde - oh Himmel waren die süß! So klein, nackt und doch so flauschig!
Das zweite Kind bekam den Namen "Cookie".
Leider hat es unser zweites Kind nicht geschafft - es flog am 08.10.2007 über die Regenbogenbrücke....
Wir wussten nicht was los war, wir hatten es immer gut gefüttert und gewärmt, auf einmal war es kalt und bewegte sich nicht mehr. Die Federlosen kamen und weinten mit uns, um unser Kind.
Wir lieben dich Cookie, dir geht es jetzt gut da wo du bist!
Am 04.10.2007 wurden wir gleich noch einmal auf die harte Probe gestellt, wir trauerten um unser Kind, mussten uns aber gleichzeitig um das erste kümmern und plötzlich knackte schon wieder eine Schale. Wir wussten was geschah und freuten uns:
Unser drittes Kind war geschlüpft und bekam den Namen "Littlefoot".
So, jetzt hatten wir zwei Kinder unter unseren Gaunerpopos sitzen, die immer Hunger hatten und gewärmt werden wollten. Mann ich sag euch was, es ist anstrengend aber ein wunderbares Gefühl.
Der Tagesablauf hat sich eingespielt und jeder von uns wusste was er zu tun hatte. Die Federlose machte uns regelmäßig unser Schlafzimmer sauber und das ließen wir uns gefallen.
Am 06.10.2007 wurden wir des Morgens unsanft geweckt. Von "Dino" unserem vierten Kind, das sich aus dem kleinen weißen Ei heraus geknabbert hat und mit dem wirklich niemand hier gerechnet hat!
Die Federlosen freuten sich und meinten, wir hätten ein Überraschungsei unterm Popo gehabt.
Jetzt waren wir überglücklich und hatten alle Schnäbel und Krallen voll zu tun.
Wir wurden von den Federlosen vom Feinsten versorgt, damit wir für unsere Kinder immer genügend Futter im Kropf hatten.
Zum Beispiel bekamen wir leckeren Eintopf so wie hier:
1 EL Kraft und Aufzuchtsfutter
1 EL Müsli vorgequollen und ungesüßt
1 kleine Ecke aufgeweichtes Toastbrot
darunter salzfreie Nudeln oder Vollkornreis,
gekochte Karotten usw. das ganze vermischt mit Actimel oder Tee.
Wir bekamen auch Kolbenhirse und leckere Körner.
Die Federlosen überlegten aber immer noch, woran unser zweites Kind gestorben ist und holten sich Hilfe von vielen lieben Federlosen.
Ein dickes Dankeschön geht hier an:
"Antje, Meo, Otto Lutz, Frau Dr. Reball, Susi, Heidi, Christiane und Ulrike" und an alle Foris die den Schlamassel mit den unverdauten Körnern der Küken bemerkt und uns darauf hingewiesen haben und auch an alle die, die uns dann dabei geholfen haben mit dem Tod des Kleinen fertig zu werden.
Die Federlosen meinten, wir müssten den Kindern mehr matschige Sachen füttern, weil sie die dicken Körner noch nicht verdauen können. Das verstanden wir nicht, aber wir mussten beobachten, dass unsere Kinder immer viele Körner in ihren kleinen Häufchen hatten.
Das beunruhigte uns sehr. Ab diesem Zeitpunkt bekamen wir nur noch Geiereintopf von den Federlosen, ausserdem noch so flüssigen Joghurt mit so Bazillen drin und wir waren ihnen sehr dankbar, denn dadurch wurden unsere drei Kinder gerettet.
Und so hatten wir das ganz gut im Griff.
Die Federlose half uns jeden Tag mit den Kleinen. Sie nahm sie nacheinander zu sich, massierte ihnen die Luft aus den kleinen Kröpfen und gab ihnen mit Hilfe von so einem kleinen Plastikdings, heißen Fencheltee ein.
Und unseren Kindern ging es sehr bald, sehr viel besser.
Am 12.10.2007 hat Hobie bereits seine Äuglein einen Spalt geöffnet. Ich sag euch, war das wunderbar!
Am 14.10.2007 hat Littlefoot seine Äuglein aufgemacht. Und soll ich euch was sagen? Die Kleinen fauchen wie Schlangen hat die Federlose gesagt!
Am 17.10.2007 war dann auch Dino soweit, dass er die Äuglein vorsichtig aufmachte.
Und so wurden unsere Kinder von Tag zu Tag größer, ihre Federn kamen zum Vorschein und nach 5 Wochen ungefähr, begannen sie, ihre ersten Flugübungen zu machen.
Und was aus ihnen geworden ist, erzähle ich euch das nächste Mal!
Alles Liebe
Eure Pebbels
